Ohne einen Vortrag von Klaus Kirmis wäre ein Partnerschaftsvereinsjahr unvollständig: Deswegen schaut der renommierte Land- und Kulturkenner auch dieses Jahr wieder mit einer kunstgeschichtlichen Bilder-Reise mit Frankreich-Bezug in Vlotho vorbei, und zwar am Freitag, 13. November. Um 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) beginnt sein Vortrag „Paula Modersohn-Becker. Eine emanzipierte Künstlerin zwischen Worpswede, Paris und Worpswede“. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Klaus Kirmis taucht mit seinen Zuhörenden in Leben und Werk einer herausragenden Malerin und Grafikerin ein. Sie wurde vor 150 Jahren geboren und gilt als eine der Wegbereiterinnen der Moderne. In gerade einmal rund zehn Jahren – sie wurde nur 31 Jahre alt und starb bereit 1907 – erschuf sie ein beeindruckendes Werk aus 750 Gemälden, etwa 1 000 Zeichnungen und 13 Radierungen.
Aus Worpswede allein in die Seine-Metropole
Viele Jahre lebte sie mit ihrem Mann, dem Landschaftsmaler Otto Modersohn, in der Künstlerkolonie Worpswede. Dort war das Ehepaar unter anderem befreundet mit Rainer Maria Rilke und der Bildhauerin Clara Westhoff. Das Beitragsbild oben zeigt übrigens den Barkenhoff, das Haus Heinrich Vogelers in Worpswede, in dem Modersohn-Becker gern zu Gast war. Mehrfach führte sie ihr künstlerischer Weg schließlich nach Paris. Dort ließ sie sich kreativ nicht nur von den „Vätern der Klassischen Moderne“ Cézanne, Gauguin und van Gogh anregen, sondern auch von eindringlichen spätantiken Mumienporträts im Louvre.
Klaus Kirmis wird vor allem den Einfluss der französischen Metropole auf die künstlerische Entwicklung Modersohn-Beckers beleuchten. Mehrfach zog es sie ganz allein dorthin. Aktuell gibt es übrigens in der Arte-Mediathek eine fantastische Dokumentation über Paula Modersohn-Becker.
Vor und nach dem Vortrag sorgt der Partnerschaftsverein mit kleinen Snacks und kühlen Getränken für das leibliche Wohl.
